Erste Lesehilfen für das Lektionar

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Unter den kleinteiligen Arbeitsschritten vom Text der Bibel bis zu den gedruckten Lektionaren sind sicher am aufwändigsten die Gliederung des Textes einer Lesung oder eines Antwortpsalmes in Sinnabschnitte und die Unterteilung der Verse in einzelne Sprechzeilen, die wiederum je nach Spannungsbogen des Satzes mit oder ohne Einrückung beginnen. Dazu heißt es in der „Pastoralen Einführung in das Messlektionar“, Nr. 115: „Wenn eine Lesung aus mehreren Abschnitten besteht, soll ihre Gliederung durch die typographische Anordnung verdeutlicht werden. Ebenso wird empfohlen, auch die nicht-poetischen Texte stichisch zu gliedern, um den Vortrag der Lesungen zu erleichtern.“

Auch wenn man sich bei dieser Arbeit am bisherigen Lektionar orientieren konnte, mussten doch alle im Wortlaut geänderten Verse des Bibeltextes überprüft und angepasst werden. Es gibt Lektionare in anderen Sprachen, darunter das Lateinische, die diese stichische Gliederung nicht aufweisen. Selbstverständlich ist Verkündigung auch dann möglich. Alle Verantwortlichen der neuen Einheitsübersetzung waren sich aber darin einig, dass man diese Errungenschaft der Vortragshilfe auf keinen Fall aufgeben wollte.

So hat sich zwar auf den ersten Blick nichts geändert, im Detail aber sind es viele Stellen, die für einen sinngemäßen Vortrag neu eingerichtet wurden.

Autor

Albert Urban ist Geschäftsführer des Deutschen Liturgischen Instituts in Trier und Herausgeber zahlreicher Nachschlagewerke.

Hintergrund
Seit Erscheinen der revidierten Einheitsübersetzung gibt es viele Informationen zu den Änderungen im Text. Wir wollen sie in dieser Serie nicht einfach wiederholen, sondern sie mit Beobachtungen und für die Verkündigung hilfreichen Hinweisen ergänzen. Lesen Sie mehr zum Thema Lektionar.

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